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Projektwoche
„Miteinander – füreinander“ an der Grundschule Lülsdorf
Die erste Märzwoche stand für
die 470 Kinder und 30 Lehrkräfte der Katholischen Grundschule
Lülsdorf ganz im Zeichen der Gewaltprävention. Denn die
diesjährige Projektwoche hatte das Motto „Miteinander –
füreinander“. Das Ziel war es, sich den friedlichen Umgang
miteinander bewusst zu machen und in Konfliktsituationen
alternative Handlungsmöglichkeiten einzuüben. Darum wurde in
allen Klassen über Situationen gesprochen, die verschiedene
Gefühle auslösen können. Anhand einer Geschichte über einen
Elefanten, der sich eine dicke Haut zulegte, ver-einbarten die
Schüler den Leitsatz „Wenn mich jemand ärgert, bleibe ich
cool!“. Schimpfwörter wurden symbolisch aus der Schule verbannt,
und in vielen Rollenspielen wurde das richtige Verhalten
eingeübt für Situationen, in denen Kinder nicht weiter wissen.
Hier hieß der Leitsatz: „Wenn es mir zu viel wird, sage ich
STOPP!“
Angelehnt an das Thema der
Projektwoche durchliefen die Schüler aller Jahrgänge drei
verschiedene Angebote, in denen der rücksichtsvolle Umgang
miteinander erprobt werden sollte und das gemeinsame Erlebnis im
Mittelpunkt stand. Das Programm umspannte meditative Übungen und
Fantasiereise, Kooperationsspiele und Erfahrungen im Ringen und
Raufen nach festgelegten Regeln. Die Schüler genossen hier einen
reizvollen Wechsel der Angebote und äußerten sich positiv zu
ihren Erfahrungen in der Gruppe und zu den verschiedenen
Spielen. Zurückhaltende Kinder berichteten von ihrem
körperlichen Einsatz beim Ringen und Raufen, und unruhige Kinder
ließen sich auf Stille-Übungen ein.
Zusätzlich zu den für alle
verpflichtenden Aktionen bestand für jedes Kind die Möglichkeit,
ein mehrere Stunden umfassendes Projekt aus den Bereichen Kunst,
Musik und Literatur zu wählen.
Auch bei diesen Angeboten wurde Wert darauf gelegt, dass
Schülerinnen und Schüler sich sowohl mit einem themenbezogenen
Bereich auseinandersetzten als auch in der Gruppe gestalterische
Erfahrungen sammelten. Alle drei Teilbereiche beschäftigten sich
mit der Wahrnehmung eigener Gefühle und der Rücksichtnahme auf
Gefühle anderer. In Musik wurden gemeinsam Lieder und Tänze
eingeübt, und in Kunst wurden Gefühle in Farb-kompositionen
übertragen oder Gemeinschaftswerke zum Thema „Miteinander“
hergestellt. Im Literaturprojekt lernten die Schüler Geschichten
kennen und setzten sie in ein Stabpuppenspiel um.
Den Abschluss der Projektwoche
bildete der Präsentationsnachmittag. Neben dargebotenen Tänzen
und Liedern war es möglich, an Vorlese- und Entspannungszeiten
teilzunehmen und sich im Ringen und Raufen zu erproben. Die
Kunstgruppen präsentierten ihre Werke, und an vielen Stellwänden
informierten sich die zahlreichen Besucher über den Verlauf der
Woche. Ein Büchertisch, der von zwei ortsnahen Buchhandlungen
bereitgestellt wurde, zeigte ein breites Angebot zum Thema der
Projektwoche. Wie immer organisierte die Schulpflegschaft eine
Cafeteria, wo man sich zwischendurch stärken konnte. Der
Höhepunkt des Nachmittags war die Enthüllung des ersten Teils
einer Kachelwand: Die Kinder der vierten Schuljahre gestalteten
je eine Kachel und fügten sie zu einem Mosaik zusammen. Mit
jedem Abschlussjahrgang soll nun die Wand weiter wachsen.
Im Rahmen der Projektwoche
wurde aus Schülerentwürfen das neue Schul-Logo entwickelt. Am
Präsentations-nachmittag konnten es die Besucher kaum übersehen.
Denn jedes Kind und alle Lehrkräfte trugen ein Schul-T-Shirt in
leuchtendem Gelb.
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